TRÄUME DES WINTERS

"Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters."
- Khalil Gibran

Bei diesem nasskalten und grauen Januarwetter träume ich vom Frühling... vom zarten ersten Grün, von blassgoldenen Sonnenstrahlen, einer wärmeren Brise, von einem farbenfroheren Ausblick. Und von Blumen. Von bunten, fröhlichen Blumen, die ihre Blütenköpfe dem Frühlingslicht zuwenden und ihren Betrachtern ein Lächeln entlocken.

Noch ist es nicht soweit. Noch muss ich mich gedulden, bis das Grau weicht und die Natur sich erneut in Wachstum und Farbenpracht reckt und streckt.
Bis dahin male ich mir meine Blumenwiese selber und zaubere mir ein bisschen  kunterbunte Lebensfreude aufs Papier.

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Immer, wenn ich noch übrig gebliebe Farbe eines anderen Projekts auf meiner Palette habe, fülle ich eine Seite mit Farbklecksen und verwandle sie anschliessend mit Linien und Punkten in einen Blumenstrauss. Das geht ganz einfach, ist sehr entspannend, macht viel Spass und hilft ausgezeichnet gegen den Januar-Blues.
In einem Video (<-- klick) habe ich schon mal im Schnelldurchlauf gezeigt, wie das funktioniert.
In diesem Beitrag hier (<-- klick) habe ich gezeigt, wie ich eine bereits mit Farbe gefüllte Seite zum Blühen gebracht habe... es gibt aso verschiedene Möglichkeiten ein Blumenmeer zu zaubern.

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Mit Farben und Formen kann beliebig experimentiert werden. Es geht mir wie immer nicht um botanische Korrektheit, sondern um die pure Freude am Herumspielen. Nebenbei kann sehr gut Musik, ein Hörbuch oder ein Podcast laufen und so hat man gleichzeitig etwas für seinen geistigen Input getan. Es lässt sich aber auch wunderbar in vollkommener Stille arbeiten... dabei kann man dem Heulen des Sturmwinds und dem Prasseln des Januarregens lauschen.

MANDALA - DER WEG ZUR MITTE

"Each person’s life is like a mandala – a vast, limitless circle.
We stand in the center of our own circle, and everything we see,
hear and think forms the mandala of our life."
- Pema Chodron
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Vor vielen Jahren hatte ich eine intensive Mandala-Phase. Damals waren Ausmalbücher für Erwachsene noch überhaupt nicht cool, und ich musste mir so ein Exemplar in einem speziellen Esoterik-Laden in der nächstgelegenen grösseren Stadt kaufen.
Während meine Söhne Mittagsschlaf gehalten oder gespielt haben, verbrachte ich Stunden damit, vorgezeichnete Mandalas auszumalen und zu verzieren. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl von Ruhe und Zentriertheit, das ich jeweils beim Colorieren empfunden habe.
Das Interesse ist irgendwann verflogen und die einzigen Mandalas, die ich noch ausgemalt habe, waren die mit Yakari oder Meerestieren, bei denen ich meinem kleinen Sohn geholfen habe, die Bilder zu vervollständigen.

Im letzten Jahr hatte ich das plötzliche  Bedürfnis, mich wieder mit diesen Kreisbildern zu beschäftigen. Ich fühlte mich oft müde und unkonzentriert, hatte das Bedürfnis mich kreativ mit Farben zu betätigen, aber nicht die Musse oder eine zündende Idee für ein neues Projekt.
Ich habe angefangen, mit Farbresten einfache Kreisformen in mein Artjournal zu malen. Schon allein dieser Akt des Farbauftragens hat mich bereits sehr erfüllt und ruhiger gemacht. Später habe ich diese Formen mit mehr Farbe, Stiften oder sogar Glitzer verziert. Strich um Strich, Punkt um Punkt... von innen nach aussen oder umgekehrt. Das Mandala wuchs und somit auch mein innerer Frieden. Das Fokussieren auf eine kleine Fläche nach der anderen verlangsamte mein Gedankenkarussell, verschaffte mir Raum und liess mich wieder durchatmen.

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Das Arbeiten mit der Kreisform vermochte das grübelnde Kreisen zu beruhigen. Beim Mandala-Malen fühlte ich mich langsam wieder wie ich selber.
Ganz. Heil. Wieder bei mir. 

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Das Mandala ist erneut ein ständiger Begleiter geworden. Wenn ich spüre, dass ich gerne etwas Gutes für mich tun möchte, beginne ich damit mir eines aufzumalen und dann langsam, ohne Hektik, Plan und Ziel aufzubauen. Es ist jedes Mal eine Überraschung, was daraus entsteht... und es ist jedes Mal genau richtig so, wie es ist. Genau das, was ich brauche.

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Um ein bisschen herum zu spielen und mir meine Mandalazeit  einfacher zu gestalten, habe ich mir ein paar Vorlagen vorgezeichnet, die ich auf einen Hintergrund übertragen kann, wenn mir danach ist. Manchmal mag ich gerne Freihand loslegen, manchmal habe ich aber auch gerne bereits eine Form mit der ich beginnen kann. Mit einer vorhandenen Vorlage und etwas Transferpapier geht das ganz einfach und der Einstieg gelingt leichter.

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So werde ich wohl noch so manches Mal auf diese kreative Art zurückgreifen, um meine innere Mitte zu finden.
Immer wieder neu.
Immer wieder so, wie es gerade nötig ist.

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"Start from where you are - not where you wish you were.
The work you're doing becomes your path."